Schnall dich an, Neuling!
Dieses Video ist eine kurze und knackige Einführung in die wunderbare Welt der Plugins. Was sie sind, wie sie funktionieren und vor allem, was du damit machen kannst. Neugierig? Klick auf das Video, aber nur, wenn du angeschnallt bist … ich hab dich gewarnt.
VIDEO-TRANSKRIPT
Plugins. Was ist das? Wenn du neu darin bist, am Computer Musik zu machen, bist du dem Begriff Plugin bestimmt schon begegnet. Ich erkläre dir, was Plugins sind, wie sie funktionieren und warum sie wichtig sind. Fangen wir mit dieser Synth-Anwendung an. Das hier ist eine normale eigenständige App, kein Plugin. Es ist Syntorial. Du lädst es herunter, installierst es, öffnest es – und schon hast du deinen Synth.
Das einzige Problem bei einem eigenständigen Synth wie diesem: Du kannst ihn nicht in deine Aufnahme-Software einbinden, oder? Du arbeitest mit Ableton, Logic oder einer der vielen anderen Anwendungen – auch DAWs genannt –, mit denen du Musik machst. Ich will diesen Synth zusammen mit anderen Sounds nutzen, aber das geht hier in dieser Synth-Anwendung nicht.
Genau dafür gibt es Plugins. Ein Plugin ist wie eine Anwendung, nur dass es dafür gemacht ist, innerhalb einer Aufnahme-Software geöffnet zu werden. So kannst du es zusammen mit anderen Plugins zum Musikmachen nutzen.
Also, springen wir rüber zu Logic. Ich habe die Plugin-Version des Syntorial Synth installiert – sie heißt Primer. Hab es genauso gemacht: einfach heruntergeladen und installiert, so installierst du alle Plugins. Allerdings siehst du es nach der Installation nicht in deinem Programme-Ordner, du kannst es nicht direkt öffnen – es ist nur dafür gedacht, innerhalb einer Aufnahme-Software geöffnet und genutzt zu werden.
Jede Aufnahme-Software handhabt das Layout etwas anders, aber hier in Logic zum Beispiel ist meine Standard-Spur ein E-Piano. Ich will aber Primer hier öffnen. Dazu gehst du in dieses Menü. Dann zu AU Instruments – ich erkläre gleich, was AU bedeutet. Audible Genius ist der Name unserer Firma. Und da ist Primer. Jetzt ist es derselbe Synth wie in der eigenständigen Version, dieselben Regler, exakt derselbe Klang, aber jetzt ist er in Logic, sodass ich ihn in Logic aufnehmen und abspielen kann. Und schon kannst du eine weitere Spur anlegen, ein anderes Plugin öffnen und Drums, Bass oder was auch immer du willst machen. Deshalb sind Plugins so ein riesiger Teil der Computer-Musik – sie sind die Sounds, sie sind die Instrumente.
Wie du siehst, hab ich hier einiges am Laufen. Immer wenn du eins installierst, wird es einfach zur Liste deines DAWs hinzugefügt. Das hier ist ein Synth. Es gibt natürlich auch Sampler, etwa für Drums oder echte Instrumente wie Klavier. Und dann kannst du auch Effekte nutzen. Sagen wir, ich will etwas Reverb hinzufügen, aber nicht das eingebaute Reverb von Primer verwenden.
Dann schnapp ich mir einfach ein Reverb-Plugin, nehmen wir mal dieses erste hier. Jetzt läuft mein Primer-Plugin durch dieses Chroma Reverb. Du siehst, die Möglichkeiten sind endlos. Es gibt so viele Plugins, und du kannst sie einfach alle hintereinander schalten und jeden Sound kreieren, den du willst. Jetzt bist du wahrscheinlich schon auf verschiedene Plugin-Formate gestoßen, wie VST, AU und vielleicht sogar AAX.
Das ist kein gewöhnliches Synth-Tutorial. Das ist Syntorial. Synth-Programmierung leicht gemacht mit videospielartigem Training. Du lernst, Synth-Patches nach Gehör zu programmieren. Jede Lektion beginnt mit einer Demonstration, dann folgt eine interaktive Challenge – über 200 Lektionen insgesamt. Wenn du das Programm abgeschlossen hast, kannst du die Sounds, die du hörst, mit nahezu jedem Synthesizer nachbauen. Probier das preisgekrönte Syntorial noch heute aus.
Du bist wahrscheinlich schon auf verschiedene Plugin-Formate gestoßen, wie VST, AU und vielleicht AAX. Das sind einfach nur Dateitypen. Primer zum Beispiel gibt es als VST und AU. Der Synth selbst ist identisch. Du bekommst keinen anderen Sound, keine anderen Regler. Alles ist exakt gleich. Wo es drauf ankommt, ist bei deinem Host – ob Logic, Ableton, FL Studio oder welche Aufnahme-Software du auch nutzt, du musst checken, welche Dateitypen sie unterstützt.
VST ist zum Beispiel am weitesten verbreitet. Fast alle Aufnahme-Software erlaubt VST-Plugins. So sehr, dass der Begriff VST oft anstelle von Plugin verwendet wird. Welches VST hast du, wie viele VSTs hast du, oh ich hab ein neues VST. Eigentlich ist es ein spezifisches Format, aber es ist so wichtig und beliebt, dass es quasi überall ist. Logic allerdings erlaubt zum Beispiel kein VST. Nur AU. Und es gibt einen anderen DAW namens Pro Tools, der nur AAX zulässt. Was dich betrifft: Schau dir an, welchen Host du nutzt, finde heraus, welche Formate er unterstützt, und hol dir dein Plugin einfach in diesem Format.
Jeder Entwickler entscheidet selbst, welche Formate er anbieten will. Wir haben uns für VST und AU entschieden, manche machen nur VST, verstehst du. Es kann also sein, dass du nicht Zugriff auf genau das Plugin hast, das du willst, aber sobald du das Format kennst, das dein Host akzeptiert, such danach. Übrigens gibt's VST und inzwischen VST3, die neueste VST-Version. Aber auch hier gilt: Check einfach deinen Host. Wenn er VST3 unterstützt, nimm VST3. Wenn er VST unterstützt, nimm das normale VST.
Das hier ist Mac. Unter Windows funktioniert's genauso. Download, installieren, DAW öffnen – da ist dein Plugin. Bei iOS ist es allerdings etwas anders. Unter iOS gibt's nur ein Format, AUV3. Und statt Plugin werden sie oft Extensions genannt, weil sie tatsächlich Erweiterungen der normalen eigenständigen App sind. Links oben siehst du Primer. Das haben wir aus dem App Store geladen, wie jede andere App auch. Und wenn ich das anklicke und direkt öffne, ist es im Grunde nur ein eigenständiger Synth.
Will ich es aufnehmen, muss ich in eine Aufnahme-App gehen. Gehen wir mal in GarageBand. GarageBand bietet dir, wie andere Apps auch, verschiedene Instrumententypen, die du hinzufügen kannst. Viele davon haben eine AUV3-Extension, und hier unten links sehen wir: Audio Unit Extension. Tipp drauf – und da ist Primer. Denn jede App, die eine Extension-Version hat, installiert die Extension automatisch, wenn du die App installierst, du musst also nicht nach einer AUV3-Extension suchen.
Du musst nur Apps finden, die Extensions integriert haben. Sobald du die App installiert hast, ist sie da, und ich tippe einfach auf Primer. Ich kann Primer in GarageBand spielen und aufnehmen. Okay, ich hoffe, das war hilfreich, um das ganze Plugin-System zu verstehen. Wenn du Fragen hast, stell sie unten in den Kommentaren, ich beantworte sie gerne. Und vergiss nicht, unseren YouTube-Kanal zu abonnieren. Wir posten jede Woche Videos über Synthesizer und Sounddesign.