Look at me! I’m posting about #PatchFriday on the blog!
Diese Woche dreht sich alles um Frequenzmodulation und den Riesenspaß, den es macht, einen Synth knurren zu lassen. Witzig, denn Synths knurren eigentlich nicht! Du denkst an Löwen – ein häufiger Irrtum.
Diskutiert gerne untereinander im Kommentarbereich unten.
VIDEO-TRANSKRIPT
Operator-Growl. Es gibt tausend Wege, das zu machen. Die klingen alle unterschiedlich, je nachdem welche Wellenformen und Verzerrungen du verwendest, du weißt schon. Es gibt viele Möglichkeiten, also hier ist eine davon. Ich baue das jetzt auseinander und schalte alles aus.
Ich fange mit einer Rechteckwelle an. Wir wollen was Schönes, Brillantes wie das hier, und ich habe den Pegel ganz auf null hochgedreht und die Master-Lautstärke runtergeregelt. Ich mag es, das hier auf null zu haben – hilft mir zu verstehen, wie die miteinander interagieren, weil es bei FM eben alles um die Lautstärken der verschiedenen Operatoren geht.
Und ich habe die Tonhöhe auf zwei hochgestellt, weil wir dann einen Operator eine Oktave tiefer setzen können und noch einen weiteren eine Oktave darunter. Warum? Nun, weil da unser Growl herkommt. Also wenn ich jetzt diesen zweiten Operator dazunehme, stelle ich ihn auf Saw 64 – mir gefällt, wie die beiden zusammen klingen.
Du kannst natürlich mit den Wellenformen experimentieren, wie du willst. Der hier liegt eine Oktave tiefer. Langsam kriegen wir etwas Growl. Hör mal. Jetzt machen wir's nochmal mit diesem dritten Operator, wieder eine Oktave tiefer. Der ist auf Rechteck. Jetzt knurrt es richtig. Das ist unser Grundsound.
Jetzt wollen wir ihn formen und bearbeiten. Filter. Das gibt uns diesen Wow-Effekt, oder? Wir setzen einen sehr niedrigen Cutoff, und unsere Hüllkurve hat einen ziemlich schnellen Attack – der Wah-Teil – und dann ein langsames Decay, ein Wow, genau so. Die Hüllkurve hier habe ich auf knapp die Hälfte gestellt. Ein Grund, warum ich diesen OSR mag, ist der Filter-Drive. Ohne das – okay, es knurrt immer noch, aber damit wird's richtig angeschoben, gesättigt, klingt schön. Wir holen uns die Aggression, wo wir sie kriegen können.
Also, wir haben etwas Growl von hier, wir haben etwas Sättigungs-Verzerrung vom Filter-Drive. Jetzt fügen wir Tonhöhen-Bewegung hinzu. Das ist ganz einfach – du kannst fallende oder steigende Tonhöhe nehmen. Ich bin mit fallender gegangen und habe das auf etwa 46 % hochgezogen, dann das Decay einfach verlängert, sodass wir so'n … Okay, das ist jetzt der Basis-Sound, aber noch nicht dreckig genug, also holen wir uns Vinyl Distortion dazu.
Ich mag das hier, weil du damit im Frequenzspektrum bestimmen kannst, wo du die Verzerrung haben willst. Mir gefällt's genau da. Du kannst's natürlich überall hinlegen. Ich mag's da, und ich habe es auch verbreitert. War so. Der Drive ist voll aufgedreht, und du musst bedenken, dass die Lautstärke hier echt wichtig ist – je höher der Pegel, der hier reingeht, desto mehr Verzerrung kriegst du, also willst du weder zu wenig noch zu viel.
Zieh's zurück, wenn du's richtig dreckig haben willst, aber mir gefällt's so in dem Bereich. Und dann noch Ambience – ich nehme dafür einfach deren Preset namens Ambience und stelle das Dry/Wet ein.