Blipblox ist ein Synth von Playtime Engineering und wie der Name schon vermuten lässt, ist er für Kinder gedacht. Keine Sorge – auch Erwachsene dürfen ihn benutzen, wir verraten's nicht.
VIDEO-TRANSKRIPT
Willkommen zu einer besonderen Vatertags-Ausgabe von Synth Spotlight. Heute sprechen wir über den Blipblox. Das ist eine super Möglichkeit, deine Kinder an Synths heranzuführen – und je nachdem, welchen Sound du in deiner Musik brauchst, kannst du ihn auch selbst nutzen. Er sieht aus wie ein Spielzeug, und das hat natürlich einen guten Grund: Er ist für dein Kind gemacht und soll Kinder anziehen.
Aber jeder einzelne dieser Knöpfe, jeder dieser kleinen Regler steuert tatsächlich einen echten Synth-Parameter. Also, ich starte mal den Sequenzer. Du kannst die Sequenz per Knopfdruck ändern. Jede Menge vorgeladene Sequenzen. Und dann können wir anfangen, sie zu verändern. Hier drüben hast du das Tempo. Hier die Wellenformen. Hier den Tiefpass. Sowas wie eine Notenlänge – also quasi AMP‑Hüllkurve decay und release. Lange Noten. Kurze Noten. Außerdem haben wir zwei LFOs und eine Modulations‑Hüllkurve, mit denen du den Oszillator und den Filter modulieren kannst.
Hier gibt's diesen Randomizer‑Knopf, der einfach alle Regler zufällig verstellt und dir einen komplett neuen Sound liefert. Dann noch eine Besonderheit: Das Ding hat diesen Freakout-Knopf. Wenn ich den gedrückt halte, dreht er völlig durch. Und dann haben wir noch Kick und Snare. Okay, die wichtigste Frage: Mögen Kinder das Ding?
Ich hab's mit meinem zweijährigen Sohn Ellington ausprobiert, der bald drei wird, und er war begeistert – schau's dir an. Klar, er versteht noch nicht, was die verschiedenen Regler machen, aber er interagiert tatsächlich mit echten Synth-Parametern. Er arbeitet mit Filtern, mit Tempo, mit LFOs. Ohne es zu merken, programmiert er einen Synth.
Und wenn er älter wird und das Zeug langsam versteht, kann ich anfangen, es ihm zu erklären. Ich kann ihm sagen: Das hier ist ein Tiefpass. Ich kann ihm erklären, dass das verschiedene Wellenformen sind, die den Grundklang verändern, mit dem er arbeitet. Also eine super Möglichkeit, deine Kinder an die Sache heranzuführen. Und was ist mit dir? Kannst du ihn in deiner Musik einsetzen?
Das ist kein gewöhnliches Synth-Tutorial. Das ist Syntorial. Synth-Programmierung leicht gemacht. Mit videospielartigem Training lernst du, Synth-Patches nach Gehör zu programmieren. Jede Lektion beginnt mit einer Demonstration, gefolgt von einer interaktiven Challenge – über 200 Lektionen insgesamt. Wenn du das Programm durchgearbeitet hast, kannst du die Sounds, die du hörst, mit fast jedem Synthesizer nachbauen. Probier das preisgekrönte Syntorial noch heute aus.
Und was ist mit dir? Kannst du ihn in deiner Musik einsetzen? Die Antwort ist ja – aber es kommt darauf an, was du in deiner Musik willst. Das Ding ist ein super kleiner, glitchiger Chiptune-Lo-Fi-Synth. Wenn du sowas noch nicht hast und genau das in deiner Musik brauchst, ist er perfekt, denn du bekommst nicht nur einen Synth für dein Kind zum Lernen, sondern auch diesen ganz besonderen Sound für deine eigene Musik.
Außerdem hat er eine echt einzigartige Oberfläche, weil er bewusst wie ein Spielzeug aussehen soll und nicht wie ein typischer Synth – und das finde ich inspirierend. Einfach das Ding kennenzulernen und damit rumzuspielen hat richtig Spaß gemacht. Jetzt fragst du dich wahrscheinlich: Wenn ich ihn in meiner Musik einsetzen will, muss ich doch die Noten kontrollieren können, die er spielt, oder? Ich will ja nicht nur den eingebauten Sequenzer nutzen. Und genau das geht: Einfach ausschalten, deinen MIDI-Controller anschließen – hab ich hier gemacht – und schon kann ich ihn spielen.
Er hat einfach einen MIDI-Eingang hier hinten. Du kannst jedes beliebige MIDI-Signal reinschicken und … jetzt kannst du steuern, welche Noten er spielt. Und dieser Randomizer-Knopf ist genial. Fast so, als würdest du durch Presets durchschalten. Und natürlich kann ich meinen Patch auch selbst programmieren. Die Drums können wir auch bearbeiten und spielen. Gerade sendet mein Controller MIDI-Info auf Kanal 1, ich stell's jetzt auf Kanal 2 um und schon …
… spielt mein Keyboard die Drums. Und wenn ich diese beiden Knöpfe wähle, kann ich den Sound der Drums verändern. Das hier steuert sozusagen die Länge der Drum – also den AMP‑decay oder release. Und das hier ist die Tonhöhe. Genauso für die Snare hier drüben. Das ist die Länge. Und das hier ist sowas wie ein Filter.
So, das war's. Eine super Möglichkeit, dein Kind früh an Synths heranzuführen, und für dich ein cooler kleiner Lo-Fi-Chiptune-Synth. Okay, das war der Blipblox. Wenn du einen Synth hast, den du gerne hier in Synth Spotlight sehen würdest, schreib's in die Kommentare. Und vergiss nicht: Wenn du bei einem Patch Hilfe brauchst, schau in unserem Forum vorbei und frag dort nach. Und zu guter Letzt: Vergiss nicht, unseren YouTube-Kanal zu abonnieren.