
Synths gibt es überall! Die Auswahl ist einfach riesig!! Wie sollst du da wissen, welcher der richtige für dich ist?!!!
Keine Sorge. Wir bringen Licht ins Dunkel. Obwohl es unendlich viele Funktionen und Unterschiede zwischen Synths gibt, fängst du am besten mit zwei einfachen Fragen an:
- Möchte ich einen physischen oder einen virtuellen Synth?
- Welche Art von Synthese soll ich nutzen?
Im Folgenden gehen wir auf diese beiden Fragen ein und geben dir einige Empfehlungen. Los geht's!
Frage 1: Hardware oder Software?
Du kannst einen echten, physischen Hardware -Synth direkt vor dir im dreidimensionalen Raum haben ODER einen virtuellen Software -Synth (auch Soft synth genannt) auf deinem Computer. Was sind also die Vorteile der jeweiligen Variante?
Hardware

- Wann: Du möchtest das Gerät physisch vor dir haben und/oder einen analogen Klang
- Die haptische Erfahrung, Regler zu drehen und Schalter umzulegen, wird von manchen als direkterer und angenehmerer Sounddesign-Prozess bevorzugt.
- Manche sind „analog" und können einen tieferen, satteren, wärmeren und kraftvolleren Klang erzeugen.
Software

- Wann: Du möchtest etwas Erschwingliches, das keinen Platz wegnimmt und/oder umfangreiche Sounddesign-Optionen und -Möglichkeiten bietet
- Während manche sehr einfach sind, können andere sehr komplex sein und mehr Funktionen bieten als ein typischer Hardware-Synth
- Manche haben großartiges animiertes visuelles Feedback, das den Lernprozess unterstützt
- Nehmen keinen Platz in deinem Studio/Schlafzimmer/Büro weg
- Kosten in der Regel deutlich weniger als Hardware (manche sind sogar kostenlos)
Frage 2: Welche Art von Synthese?
Es gibt viele Arten von Synthese, aber für deinen ersten Synth solltest du dich entweder für Subtractive oder Wavetable entscheiden. Beide sind sehr verbreitet und folgen derselben Sounddesign-Methodik: Wähle einen Rohklang als Ausgangspunkt und nutze dann die vielen Regler, um diesen Rohklang in etwas Cooles zu verwandeln.
Wo liegt also der Unterschied? Ganz einfach: Wavetable-Synths können alles, was ein Subtractive-Synth kann, und noch mehr. Stell dir Wavetable als Subtractive auf Steroiden vor. Warum solltest du dich dann für Subtractive entscheiden? Schauen wir etwas genauer hin.
Subtractive

- Wann: Du möchtest Einfachheit und/oder analog.
- Die relative Einfachheit macht das Lernen leichter.
- Wenn du dich für einen analogen Hardware-Synth entscheidest, musst du Subtractive wählen, da Wavetable-Synthese ein digitaler Prozess ist.
Wavetable

- Wann: Du möchtest die volle Bandbreite an Sounddesign-Möglichkeiten mit viel Raum zum Wachsen.
- Deutlich mehr klangliche Optionen und Komplexität, einschließlich Gruppen von Wellenformen, die als Wavetables bekannt sind und ineinander übergehen können.
Immer noch unsicher?
Wenn du dir die Fragen 1 und 2 oben angeschaut hast und dich nicht entscheiden kannst, fang mit einem Subtractive-Software-Synth an. Sie sind einfach und daher leichter zu lernen, und du musst nicht gleich viel Geld ausgeben. Mit der Zeit bekommst du dann ein Gefühl dafür, was du möchtest, und kannst dein Geld genau in das investieren, was du brauchst oder willst.
Empfehlungen
Die Beantwortung der obigen Fragen grenzt deine Auswahl ein. Und doch hast du in unserer modernen Welt mit Millionen von Synths immer noch viele zur Auswahl. Hier sind also unsere offiziellen Empfehlungen:
Software + Subtractive
1. Primer

- Kostenlos!!
- Ein großartiger Einsteiger-Synth, entwickelt für den preisgekrönten Synthesizer-Trainingskurs Syntorial
- Verfügt über die wesentlichen Synth-Regler, die du in den meisten Synths findest, sodass der Umstieg auf etwas Fortgeschritteneres leichtfällt, wenn du bereit bist.
- Transparenzhinweis: Wir haben Primer und Syntorial entwickelt, sind also vielleicht etwas voreingenommen 😅 (obwohl es wirklich ein toller Synth ist). Daher schlagen wir auch einen Synth vor, den wir nicht entwickelt haben …
2. TAL-NoiseMaker

- Ein toller Synth mit einem soliden Set an grundlegenden Reglern.
- Ebenfalls kostenlos!
Software + Wavetable
Serum

- Ein absoluter Favorit für Wavetable-Enthusiasten.
- Bietet umfangreiche Möglichkeiten und zahlreiche Funktionen, fühlt sich aber trotzdem (relativ) benutzerfreundlich an und wirkt nicht überwältigend.
- Syntorial enthält ein erschöpfend detailliertes Lesson Pack , das jeden Winkel von Serum abdeckt.
- Allerdings schleicht sich hinter diesem langjährigen König der Wavetables heran …
Vital

- Ebenso leistungsfähig wie Serum, aber mit mehreren Preisstufen, darunter eine KOSTENLOSE Version.
- Wunderschöne Oberfläche mit animiertem visuellem Feedback.
Hardware + Subtractive
Korg Minilogue xD

- Echter Analogsound mit wunderschönem Klang
- Polyphon (kann mehrere Noten gleichzeitig spielen) und dennoch relativ erschwinglich (polyphon-analoge Synths sind normalerweise teuer)
- Obwohl er primär ein subtraktiver Synth ist, kann der dritte Oszillator für Wavetable- oder FM-Synthese konfiguriert werden und lässt sich um noch mehr Optionen erweitern. Es gibt also Raum zum Wachsen.
Hardware + Wavetable
Korg Modwave

- Jede Menge Wavetable-Komplexität, aber trotzdem benutzerfreundlich.
- Eine der wenigen Kritikpunkte ist, dass sich die Tastatur billig anfühlt. Probiere ihn also aus, wenn du kannst, und falls dir das Spielgefühl nicht zusagt …
Hydrasynth

- Tiefgreifende klangliche Möglichkeiten, in denen man sich genussvoll verlieren kann.
- Mehrere Modelle in unterschiedlichen Preisklassen.
- Eine beträchtliche Anzahl von Funktionen erfordert Menü-Navigation, was das Lernen etwas erschweren kann, obwohl die Menüstruktur intuitiver ist als bei anderen.
Fazit
Dieser Artikel sollte prägnant sein. Trotzdem fühlt sich dein Kopf jetzt vielleicht etwas vollgestopft mit Infos an. Lass uns das Ganze mit einer stark vereinfachten Zusammenfassung in zwei Sätzen aufräumen:
- Wenn du einen physischen Synth anfassen möchtest und das Budget dafür hast, nimm Hardware. Andernfalls nimm Software.
- Wenn du es einfach halten möchtest, nimm Subtractive. Wenn du etwas Komplexität mit Raum zum Wachsen möchtest, nimm Wavetable.
Und natürlich vor allem: Hab Spaß dabei!